Samstag, 8. Juli 2017

Erfundene Realitäten

Manchmal schieße ich Fotos im Gehen. Aus der Bewegung entstehen Bilder, die eine verwischte Welt mit schiefer Perspektive zeigen. Aus Formen und Farben setzen sich verfremdete Sichtweisen zusammen. Konturen und Linien sind oft noch zu erkennen und doch zeigen die Fotos Fantasiefiguren in fantastischen Welten.
Einen ähnlichen Effekt erzielen gute Bücher. Sie spielen mit erfundenen Realitäten, um ihre Leser zu unterhalten und ihnen einen anderen Blick auf das eigene Leben sowie die sie umgebene Welt zu ermöglichen.
Die Aufgabe eines Schriftstellers ist es unter anderem, seine Leser sinnvoll zu verunsichern. Das bedeutet, er sollte in seinen Büchern die Gesellschaft hinterfragen und in Frage stellen. Leser in ihren Vorurteilen zu bestätigen, ist nur der Stil von Trivialliteratur. Ernsthafte Schriftsteller setzen nichts als gegeben voraus, sondern erschaffen in ihren Geschichten Welten, die vielschichtig, manchmal rätselhaft, nie aber eindeutig sind. Einige Autoren erschaffen diese Welten nur, um sie später gnadenlos zu zertrümmern, andere bauen Utopien auf. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie sich nicht mit der Welt begnügen, in der wir momentan leben. Sie überzeichnen, parodieren, konterkarieren, spitzen zu und bringen schließlich alles auf den Punkt. Beispiele gibt es reichlich: Von Franz Kafka über Isaac Asimov bis zu Stephen King. Von all diesen Schriftstellern wird die Welt buchstäblich aus den Angeln gehoben. Zum Vergnügen eines nachdenklichen Publikums.
Mit meinen Fotos verhält es sich genauso. Sie bilden die Umgebung neu ab und der Blick auf die verfremdeten Ausschnitte meiner Welt lässt mich neue Horizonte erahnen.

Sonntag, 2. Juli 2017

Keine Ware, sondern Kunst

Ein neues Buch zu beginnen, ist wie eine unbekannte Insel oder einen neuen Planeten zu erforschen. Schriftsteller und Forscher wissen vielleicht ungefähr, was vor ihnen liegt, aber sie können nicht wirklich erahnen, was sie erleben und entdecken werden.
Das ist spannend und aufregend, aber auch ein wenig beängstigend. Auf jeden Fall ist es ein Wagnis, ein Buch zu schreiben, wie etwas neues zu erforschen. Mit jedem Wort tastet sich ein Autor weiter voran. Er weiß, wohin er möchte, kann den Weg aber noch nicht erkennen und muss manchen verschlungenen Pfad durchdringen, unter Umständen zurückgehen und neu beginnen, bevor er sein Ziel vielleicht irgendwann erreicht. Es kann sogar sein, dass er ganz überraschend irgendwo ankommt, womit er nie gerechnet hat. Ein Schriftsteller kann nicht planen, es geschieht ihm einfach, dass er schreibt und ein Buch veröffentlicht, von dem er nie gedacht hätte, dass er es eines Tages fertigstellt.

Ein guter Schriftsteller produziert keine Massenware

Für Leser ist die Entwicklung eines Autors manchmal schwer nachzuvollziehen. Sie wollen sich darauf verlassen können, dass ein Schreiber, der mit einem Thriller bekannt geworden ist, den nächsten Thriller in einem ähnlichen Stil schreibt. Leser möchten Verlässlichkeit. Aber gute Schriftsteller können diese Verlässlichkeit oft nicht bieten, weil sie sich ständig entwickeln und ihr Schreiben von einer einzigen Suche nach sich selbst und einem Verständnis von der Welt um sie her geprägt ist. Es ist nicht eindeutig, was sie schreiben, wie sie schreiben und das nächste Buch kann eine große Überraschung im Vergleich zum letzten sein. Das ist natürlich Stärke und Schwäche zugleich. Aber ein guter Schriftsteller produziert keine Massenware, er bleibt sich nicht unbedingt treu, sondern sucht nach einem immer neuen Ausdruck, nach neuen Worten und reagiert auf seine unstetige Umgebung. Es gibt kein Muster und keine Masche, denn das Buch eines guten Schriftstellers ist eben keine Ware, sondern Kunst.

Freitag, 21. April 2017

Trauer richtig ausdrücken

Obwohl es uns allen bekannt ist und wir wissen, dass nach dem Leben der Tod auf jeden von uns wartet, ist der Tod immer ein schmerzhaftes Gefühl. Kaum jemand kann sich vor dem Gefühl des Verlustes verschließen. Vielen Menschen fällt es unglaublich schwer das Gefühl der Trauer richtig in Worte zu fassen und auszudrücken. Schnell kommt es vor, dass man Angst hat etwas falsch zu machen oder jemanden mit seinen Worten zu verletzen. Man möchte nicht, dass die ausgedrückte Anteilnahme unecht wirkt und die Hinterbliebenen verletzt. Dabei kann mit einer richtigen Trauerkarte vieles leichter fallen. Denn oftmals steht mehr als nur ein einfacher Trauerspruch auf der Karte. Aus einer großen Auswahl an Trauerkarten und inserierenden Sprüchen können Sie eine ganz individuelle und persönliche Trauerkarte erstellen. Sie finden hier zu den Trauersprüchen von trauerkarten-druck.com. Dort können Sie aus einer großen Auswahl an Trauersprüchen den richtigen wählen oder sich einfach Anregungen holen. 
Die passende Trauerkarte finden
Wenn Sie eine persönliche Trauerkarte erstellen möchten, sollten Sie einige Aspekte bedenken und mit Bedacht vorgehen. Es empfiehlt sich immer wieder auf schlichte Farben zurück zu greifen. Immerhin handelt es sich um ein trauriges Ereignis. Intensive oder Bunte Farben versprühen eher den Eindruck eines freudigen Ereignisses. Wenn es sich bei der verstorbenen Person um eine religiöse Persönlichkeit handelt, können Sie sehr gut religiöse Zitate einbauen. Wenn Sie ein Bild hinzufügen, z.B. von einer brennenden Kerze, der Jungfrau Maria oder ein schönes Bild der verstorbenen Person, verschönern Sie die Kare sehr. Auch sollte die Art und Weise des Todes berücksichtigt werden. Ein Tod, der plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit eingetreten ist, sollte mit anderen Worten gewürdigt werden als der Tod einer alten Person, die Ihr Leben gelebt hat. Passende Worte gilt es hier zu finden und zu Papier zu bringen. 
Mit einer Trauerkarte können Sie den Hinterbliebenen optimal Ihr Mitgefühl ausdrücken und Hilfe in  dieser schwierigen Zeit ausdrücken, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. 
Da Trauerkarten meistens noch lange nach der Beerdigung aufbewahrt werden, sollte die Qualität der Trauerkarte tadellos sein. Trauerkarten finden nämlich häufig Ihren Platz auf der Kommode oder dem Regal der Anteilsnehmer. Einige bewahren die Todeskarten sogar Ihr Leben lang auf. Aus diesem Grund ist es wichtig eine gute Qualität bei der Trauerkarte zu wählen. 

Durch schöne und individuelle Trauerkarten können Sie die verstorbene Person in Erinnerung halten sowie Kraft und Trost in einer schweren Zeit spenden.
Anzeige

Freitag, 24. März 2017

Begegnung mit ungewöhnlichen Menschen

Mit seinem neuen Roman zeigt sich David Jonathan wandlungsfähig. Der Hamburger Schriftsteller, der zuletzt mit dem Thriller „Machtfaktor“ auf sich aufmerksam machte, legt mit seiner geographischen und gedanklichen Rundtour Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester ein eher ruhiges Buch vor. Spannung bietet das Miteinander seiner Protagonisten und die Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen.
Ein paar spontane Videos verschaffen drei jungen Männern bis dahin ungeahnte Möglichkeiten, als ihre Filme auf YouTube tausendfach angeschaut werden. Nach ihrem Abitur machen sie sich deshalb auf eine Reise quer durch Europa. Überall entstehen neue Videos. Doch was als Spaß beginnt, wird zu einem Abenteuer, denn einer der drei sucht nach einer Frau, die ihn mit einem Kommentar berührt.
Ihre Suche führt sie von einer portugiesischen Bar in die Wüste der spanischen Sierra Nevada und weiter zu einer Wasseruhr in Rom. Sie begegnen unter anderem einem modernen Höhlenmenschen und Maler, einer schwedischen Astronomin und einem italienischen Glückssucher. Doch bringt sie das alles der gesuchten Frau näher?
Der Roman von David Jonathan nimmt seine Leser mit auf eine ungewöhnliche Reise, die nicht nur das Leben der drei jungen Männer nachhaltig beeinflusst. Er deckt immer wieder unsichtbare Linien auf, die alle Menschen miteinander verbinden und die erst offensichtlich werden, wenn sie unwissentlich und zufällig gezogen sind. Allmählich setzt sich daraus ein Bild zusammen, das seine Betrachter immer wieder überrascht.
David Jonathan lebt und arbeitet in Hamburg. Das Erzählen über Menschen zeichnet David Jonathan aus. Er ist ein interessierter Beobachter, der die Welt mit großer Neugier betrachtet. Auf vielen Reisen sammelte er vor allem Eindrücke von Menschen, die in seine Bücher einfließen.

Die Romane von David Jonathan sind Momentaufnahmen der Gesellschaft. Hier prallen Menschen mit ihren Wünschen und Hoffnungen, ihren Sorgen und Ängsten aufeinander - und hier müssen sie sich in einer Welt behaupten, die allzu oft eigene Interessen verfolgt. In diesen Spannungsfeldern findet David Jonathan seine Geschichten und seine Protagonisten. Denn: "Wer das Leben beschreibt, darf kein Wort davon tilgen." 

Samstag, 18. März 2017

Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester

Soeben ist mein neuer Roman erschienen: Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester. Ich habe rund ein Jahr daran gearbeitet. Jetzt bin ich genauso nervös und neugierig, wie die Leserinnen und Leser das Buch aufnehmen werden.
Worum geht es? Ich nehme meine Leser mit auf eine ungewöhnliche Reise, die gleichermaßen eine geographische und gedankliche Rundtour ist und nicht nur das Leben von drei jungen Männern nachhaltig beeinflusst, die quer durch Europa reisen. Was als Spaß beginnt, wird zu einem Abenteuer, denn einer der drei sucht nach einer Frau, die ihn mit einem Kommentar berührt.
Ihre Suche führt sie von einer portugiesischen Bar in die Wüste der spanischen Sierra Nevada und weiter zu einer Wasseruhr in Rom. Sie begegnen unter anderem einem modernen Höhlenmenschen und Maler, einer schwedischen Astronomin und einem italienischen Glückssucher. Doch bringt sie das alles der gesuchten Frau näher?
Wie immer in meinen Büchern ist mir das Zusammenspiel der Menschen, sind mir ihre Träume und Wünsche wichtig. Einige Freunde, die den Roman bereits vorab gelesen haben, behaupten, es stecke viel von mir selbst in diesem Buch. Ich weiß nicht, ob das stimmt - aber auch für mich war dieser Roman eine Reise. Und sie endet erst, wenn Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, es als gut befinden. Ich freue mich deshalb über jede Rückmeldung von Ihnen. Schnuppern Sie jetzt einfach in Die unerwartete Reise zu meiner neuen Schwester hinein.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Bücher neu entdecken - das Indie-Lese-Festival

Heutet startet das Indie-Lese-Festival bei Amazon. Den ganzen Februar über werden Bücher von Indie-Autoren zu stark reduzierten Preise vorgestellt. Die große Chance für alle Leser, neue Autoren zu entdecken.
Mein Roman Machtfaktor ist gleich in der ersten Woche vom 1. bis zum 8. Februar mit dabei und kostet als eBook statt € 3,99 nur noch € 1,19. Die Aktion startet und endet jeweils ab 12:00 Uhr. Ich freue mich natürlich über jede Menge Rückmeldungen von neuen und alten Lesern meiner Bücher.

Montag, 23. Januar 2017

Drucke dir deine eigenen Lieblinge auf Leinwand

Mittlerweile gibt es einige Möglichkeiten, um seine Liebsten einfach bei sich zu haben. Die unterschiedlichen Fotogeschenke kann daher jeder nutzen, um nicht nur schöne Geschenke zu gestalten, sondern gleichzeitig auch Andenken an die Liebsten haben. Dementsprechend kann man die eigenen Fotos auf unterschiedliche Produkte drucken und somit ein individuelles Geschenk schaffen. Ob nun klassische Fotokalender oder aber auch verschiedene Tassen oder andere Utensilien. Mittlerweile gibt es auch in dem Bereich eine Reihe an besonders interessanten Produkten und Fotogeschenken, mit denen man jedem eine Freude machen wird. Daher kann man sich bereits im Internet weiter informieren und genau schauen, welche Produkte dort angeboten werden. Gleichzeitig wird einem dort sogar das Preis – Leistungsverhältnis mit aufgelistet, so dass man genau in Erfahrung bringen kann, welche Fotogeschenke dort zu guten Preisen erhältlich sind. 

Vorteile durch die Gestaltung der Fotogeschenke 

Man kann sich daher direkt ein Bild machen, welche Fotogeschenke man gestalten kann. Somit kann jeder der eigenen Kreativität freien Lauf lassen und schauen, welche Geschenkideen es gibt. Von Tassen bis Kalender und vor allem auch spannende Fotobücher kann man in dem Bereich einige Vorteile erleben. Meistens sind die Preise dahingehend nicht sonderlich teuer. Schon unter zehn Euro kann man dementsprechende in passendes Fotogeschenk finden und direkt online gestalten. Meistens braucht man nur noch auf die Webseite gehen und kann dann die gewünschten Fotos hochladen. Danach kann man diese weiterhin bearbeiten und gestalten, damit das Geschenk genauso wird, wie man es sich vorstellt.

Direkte Bearbeitung innerhalb weniger Tage 

Innerhalb von wenigen Tagen, nachdem man das Fotogeschenk gestaltet hat, wird dieses auch bearbeitet und gedruckt. Je nachdem, worauf man das jeweilige Foto drucken möchte, stehen einem dort verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Man sollte daher gezielt schauen, wie lange die Bearbeitungszeit und auch die Lieferung dauert. Danach kann man schließlich planen, ob es sich in dem Fall um ein Geschenk handelt oder aber auch einfach nur um eine Kleinigkeit, um die Liebsten einfach nur bei einem schönen Geschenk zu haben. Man kann dahingehend immer schauen, wie man seine Kreativität mit einbringen kann und welche weiteren Vorteile dahingehend angeboten werden. Fakt ist einfach, dass man heute schon viele interessante Fotogeschenke gestalten kann, die man danach auch Schritt für Schritt selbst bestimmt. Schnell wird daher klar, dass auch die individuellen Geschenkideen einfach nur klasse sind und man mit diesen die besten Momente im Leben festhalten kann. Ob mit der Familie oder aber auch dem Partner oder Freunden – Fotogeschenke sind immer schön.

Anzeige

Samstag, 24. Dezember 2016

Allen ein frohes Fest

Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Vielen Dank für die Treue beim Wiederkehren, für Kommentare, für das Teilen und jede Menge Anregungen.
Ich freue mich auf neue Posts im nächsten Jahr und hoffe, dass dann alle wieder mit dabei sein werden.

Herzliche Grüße von

David Jonathan

Montag, 12. Dezember 2016

Kurze Texte für Freunde schreiben

Um anderen Menschen eine Freude zu machen, kann man ihnen einen kurzen Text schreiben. Es ist einfach eine kleine Aufmerksamkeit für Menschen, die einem am Herzen liegen. Gerade zu Feierlichkeiten, wie einem Geburtstag oder einer Hochzeit bietet es sich an jemanden mit netten Worten zu beschenken. Beispielsweise könnte man ihnen eine Karte schreiben, mit einer liebevollen Nachricht. Aber auch, wenn man selber feiert, kann man seine Gäste mit einem stilvollen Text auf der Einladungskarte zu sich einladen. Gestalten lassen sich die Karten ganz einfach online auf karten-Paradies.de. Dabei kann man auch Bilder mit in die Karte integrieren. Ein entscheidender Vorteil von Bildern ist es, dass sie viel schneller verarbeitet werden als Texte. Aus diesem Grund hilft ein passendes Bild sehr gut bei der erfolgreichen Übermittlung von Informationen.

Weniger ist mehr

Im Allgemeinen sollte ein Text eher kurz gehalten sein. Versuchen Sie mit möglichst wenig Worten Ihre Botschaft zu übermitteln. Je mehr man schreibt desto schwieriger wird es für den Leser die Kernbotschaft zu erfassen. Viele neigen auch dazu, sehr komplizierte und lange, verschachtelte Sätze zu schreiben. Am Ende des Satzes hat man dann schon wieder den Anfang vergessen und damit wird der Text eher schwer verständlich. Allerdings erhält ein Text auch einen Rhythmus, wenn sich kurze und etwas längere Sätze abwechseln. Es sollten eben nur nicht zu lange Sätze sein und mehr kürzere als lange Sätze vorhanden sein.
Genau wie bei den Sätzen kann man auch eher kürzere Wörter benutzen. Ein Beispiel wäre Technik anstatt von Technologie zu verwenden. Beide Wörter haben eine ähnliche Bedeutung, aber haben eine unterschiedliche Silbenanzahl. Des Weiteren sollte man keine Fremdwörter verwenden. Es sei denn man weiß, dass der Empfänger das Wort versteht. Lieber sollte man auf einfach verständliche Wörter setzen.

Für wen ist der Text?

Je nach dem für wen man einen Text schreibt, kann man verschiedene Schwerpunkte setzten. Beispielsweise kann ein Text für die Großmutter ein wenig stilvoller sein, wohingegen bei Jüngeren ein eher umgangssprachlich verfasster Text mit einfachen Wörtern besser ankommt. Weiß man, dass der Empfänger einen ähnlichen Humor wie man selbst hat, kann man auch einen lustigen Spruch einbringen. Das lockert den gesamten Text ein wenig auf und bereitet dem Empfänger umso mehr Freude.
Egal an wen man schreibt, in jedem Fall macht eine persönliche Ansprache ein Text viel attraktiver. Durch die direkte Ansprache fühlt man sich als Leser mehr angesprochen. Ebenso sollte man unter den Text seinen Namen schreiben bzw. selbst unterschreiben. Damit der Empfänger auch weiß von wem der Text stammt.


Anzeige

Sonntag, 27. November 2016

Kunst muss wieder Neuland betreten

WerbeFabrik / Pixabay
Das Problem der Gegenwart ist, dass sie sich erst vollständig als Vergangenheit offenbart. Mit anderen Wort: Über die Geschichte haben wir einen Überblick, nicht aber über unser eigenes Leben. Wir erinnern uns leider nicht an die Zukunft - obwohl einige Wissenschaftler behaupten, dies sei physikalisch möglich. Jeder neue Tag ist ein Geheimnis, das wir erst nach 24 Stunden vollständig gelüftet haben. Natürlich können wir einiges vorhersagen, wissen im Groben, was uns erwartet. Doch wie alle Fäden unseres Lebens und in der meschlichen Gesellschaft zusammenlaufen, entzieht sich weitgehend unserer Kenntnis - genauso wie die Antwort auf die große Frage nach dem Universum, dem Sinn des Lebens und dem ganze Rest. Auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, sie laute „42“ und wir hätten nur noch nicht die richtige Frage gestellt.
Wie auch immer: Wir stochern herum in unserer Gegenwart und hoffen das Beste. Wenn das so ist, können wir auch groß denken, können auf den Putz hauen und sehen, was passiert. Nur unser Sicherheitsdenken spricht dagegen, die bloße Tatsache dass wir uns in unserer Haut und unserem Leben wohlfühlen wollen. Bleibt die Frage: Weshalb fühlen wir uns nicht besonders wohl wenn wir etwas bewegen und die Grenzen unserer Gegenwart aufbrechen?

Zeit des gesellschaftlichen Mittelmaßes

Wer könnte das besser als Künstler? Doch die Gegenwartsliteratur ist größtenteils angepasst und langweilig. Heutzutage geht es nicht um Gesellschaftskritik und revolutionäre Konzepte, sondern darum, den Mainstream Geschmack der Leser zu treffen. Die Währung für Schriftsteller ist nicht die Idee, sondern es sind die Downloadzahlen ihrer Bücher. Kunst ist heute mehr denn je zum Geschäft geworden, dem sich neue Ansätze unterordnen.
Warum ist das so? Weil inzwischen so gut wie jeder veröffentlichen kann. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Qualität der Werke, denn wie wir aus der Statistik wissen, heben sich die Spitzen (also besonders gut und besonders schlecht) gegenseitig auf und es bleibt das Mittelmaß. Durch die Veränderungen in der Medienwelt geht das Korrektiv der Verlage immer mehr verloren. Unser Jahrhundert könnte als die Zeit des gesellschaftlichen Wohlstandes und Mittelmaßes in die Geschichte eingehen. Aber das ist natürlich nur eine in die Zukunft gerichtete Vermutung.

Gefragt sind Originalität und Experimente

Natürlich profitiere auch ich von all den neuen Möglichkeiten des Selfpublishings. Es ist wunderbar, ohne jede Beschränkung schreiben und veröffentlichen zu können. Doch daraus ergibt sich auch eine große Verantwortung für jeden Künstler. Die Verantwortung, seine literarische Qualität immer wieder in Frage zu stellen und sich mit jedem neuen Buch weiterzuentwickeln. Leider machen viele Autoren eher den Eindruck, nach einer Nische zu suchen, in der sie möglichst viele Bücher unabhängig von einem ernsthaften Anspruch verkaufen können. Mittlerweile konnte ich viele Schreiber beobachten, die ambitioniert angefangen haben, jetzt aber nur noch „Groschenheft“-Niveau produzieren. Denn sowohl von den einschlägigen Plattformen, als auch von den Lesern werden Massenproduktion und Konformität belohnt. Originalität und Experimente dagegen werden oft durch Missachtung abgestraft.
Ich halte dies für eine gefährlich Entwicklung. Kunst braucht Raum für ungewöhnliche Ideen und Grenzüberschreitungen. Doch in unserer Gesellschaft ist dieser Raum derzeit kaum vorhanden. Es fehlt an Neugier und Waghalsigkeit. Übrigens nicht nur in Kunst und Kultur, sondern nach meiner Beobachtung überall in der Gesellschaft. Doch sollten Künstler besonders prädestiniert sein, voranzugehen und als Avantgarde neue Ideen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir brauchen neue Ansätze, wir brauchen eine neue Kunst. Umso mehr, als augenblicklich vollkommen neue gesellschaftliche Aufgaben vor uns liegen, die wir nicht mit den alten Lösungsansätzen bewältigen werden.
Die Kunst muss wieder voranschreiten, sie muss Neuland betreten und alle dafür begeistern.