Montag, 16. Juni 2014

Lesegewohnheiten

Bücher - wie lesen wir sie eigentlich?
Wenn ich ein neues Buch lese, beginne ich grundsätzlich auf den letzten Seiten. Ich will wissen, wie die Geschichte ausgeht, damit ich mich auf den Weg dorthin konzentrieren kann. Die Spannung liegt für mich nicht unbedingt in einer überraschenden Wendung zum Schluss, sondern in den Beweggründen der Protagonisten, der Psychologie der Handlung und den vielen Kleinigkeiten, die eine Romanwelt ausmachen.
Genauso lese ich meist mehrere Bücher parallel, Belletristik wie Sachbücher. Das liegt wahrscheinlich an meiner Ungeduld. Aber genauso, wie die Physik heute davon ausgeht, dass Paralleluniversen existieren, gibt es auch in der Literatur so viele Welten zu entdecken, dass es kaum möglich ist, sich nach und nach einen Eindruck davon zu machen.
Ähnlich verfahre ich beim Schreiben: Verschiedene Manuskripte entstehen mehr oder weniger gleichzeitig. Deshalb habe ich mich bei meinem aktuellen Projekt Hide auch dazu entschlossen, den Roman in mehreren Teilen zu publizieren, um meine Leser an der Entstehung des Buches teilhaben zu lassen. So können sie mit ihrem Feedback in gewisser Weise auf den Schreibprozess einwirken und gleichzeitig die Entwicklung der Romanwelt wie in einer Serie verfolgen. Ganz nebenbei wird die Spannung der Geschichte zusätzlich gesteigert.
Vielleicht werde ich ab und zu an dieser Stelle über den Fortgang berichten - vor der Veröffentlichung des nächsten Teils, versteht sich.
Jetzt interessiert mich aber natürlich auch, etwas über die Lesegewohnheiten meiner Leser zu erfahren. Wie gehen Sie ein neues Buch an? Blättern Sie es zuerst durch, lesen Sie den Klappentext, steigen Sie vielleicht sogar mittendrin ein? Ich bin gespannt...

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