Donnerstag, 24. Juli 2014

Verschwörungstheorie

Das gefährliche an Verschwörungstheorien ist: sie passen immer. Für jede Art von Verdacht lassen sich Fakten finden und Beweise konstruieren. Probieren Sie es aus. Warum sagt Ihr Freund kurzfristig ein Treffen ab oder weshalb will sich ein Kollege unbedingt vor einem Meeting mit Ihnen allein treffen? Es gibt offensichtliche Gründe dafür, sagen Sie. Selbstverständlich gibt es die. Doch was geschieht unter der Oberfläche? Vielleicht will der Kollege Sie nur ablenken, während andere im Hintergrund die Umstrukturierung der Abteilung planen. Ihr Freund könnte tatsächlich krank sein - aber es wäre auch möglich, dass er sich heimlich mit einigen Ihrer Bekannten trifft, um ohne Sie eine gemeinsame Initiative zu starten.
Alles an den Haaren herbeigezogen, sagen Sie. Halten Sie einfach die Augen auf und beobachten Sie. Auch auf der internationalen Bühne gibt es zur Zeit mehr als genug Möglichkeiten für fundierte Spekulationen. Aber aufgepasst, wenn Sie erst einmal damit anfangen, alles zu hinterfragen, gibt plötzlich die Welt, wie Sie Ihnen bisher bekannt ist, keinen Sinn mehr. Doch vielleicht ist folgendes richtig: Ganz gleich, ob eine Verschwörungstheorie richtig ist oder nicht - sie ist immer noch dichter an der Wahrheit als sämtliche Erklärungen, die Politiker oder Manager uns für Sachverhalte liefern. Es lohnt also, zu hinterfragen, weiterzudenken und manchmal eigene Theorien aufzustellen. Dabei gilt: Nichts ist zu unwahrscheinlich, dass es nicht doch möglich sein könnte.

Einer Verschwörungstheorie ganz besonderer Art wird im Thriller "Jahrhundertspiel" nachgegangen, das es als eBook und Taschenbuch bei Amazon und anderen Händlern gibt.

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