Dienstag, 8. Juli 2014

Was Schriftsteller von Klatschreportern lernen können




Die sieben wichtigsten Tipps, die Schriftsteller von Klatschreportern für eine gute Geschichte lernen können:

1. Es geht einzig und allein um Menschen. Denn über nichts liest der Mensch lieber als über andere Menschen.
2. Es geht um ganz bestimmte Menschen. Denn über nichts liest der Mensch lieber als über andere Menschen, die exemplarisch leben, ihn zum Lachen oder Weinen bringen, an denen er wachsen kann oder die ihn verzweifeln lassen, die ihn bestätigen oder ihn zum Nachdenken bringen.
3. Es geht um die Geschichten dieser Menschen. Einer guten Story wird alles andere untergeordnet.
4. Mit ausreichend Fantasie wird aus einem verrutschten Bikini oder einem aus der Hose hängenden Hemd ein echter Reißer. Wahrheit ist nebensächlich, solange die Leser die Geschichte glauben.
5. Dranbleiben, weil irgendwann auch dem langweiligsten Menschen etwas Berichtenswertes passiert. Siehe dazu auch Punkt 4. Das gilt natürlich auch für fiktive Charaktere.
6. Das Umfeld eines Menschen hat mit Sicherheit einiges zu erzählen. Außerdem muss unbedingt beachtet werden: Jeder Mensch hat "Freunde", die gerne Plaudern - sie gilt es nur zu finden. Oder bei fiktiven Charakteren zu erfinden.
7. Jede gute Geschichte entsteht am Schreibtisch. Das heißt, Inspirationen gibt es zwar reichlich draußen und unterwegs. Daraus aber eine wirkliche Story zu erschaffen erfordert Arbeit und Fleiß.

Die Feinheiten und Übergänge, der Esprit einer Geschichte, also die eigentliche Leistung eines jeden Autors, ist mühevolle Plackerei.
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass jeder Klatschreporter ein weites Netzwerk von Kontakten hat, um stets mit ausreichend Informationen versorgt zu sein. Das steht selbstverständlich auch Schriftstellern gut an, denn in jeder Geschichte stecken eine Menge Detailfragen, die Expertenwissen benötigen. Ein schneller Anruf kann vieles klären.
Haben Sie diesen sieben Punkten noch weitere hinzuzufügen? Teilen Sie Ihre Gedanken gerne als Kommentar.

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