Freitag, 8. August 2014

Sechs-Wort-Geschichte

Wer von einer literarischen Geschichte spricht, denkt dabei an längere Texte. Erzählungen, Novellen, Romane - selbst Kurzgeschichten können über mehrere Seiten gehen. Handlungen und Charaktere müssen sich behutsam entwickeln. Den Lesern bereitet es Vergnügen, diesen Prozess zu beobachten. Natürlich gibt es Ausnahmen. Einer der Schriftsteller, die sich durchaus auch kurz fassen konnten, war der russische Autor Anton Tschechow. Oft entfaltet sich erzählende Literatur aber über viele tausend Worte. Das ist spannend, da ist viel Raum für Fantasie.
Doch auch komplexe Geschichten haben einen Handlungskern, einen Ausgangspunkt, der sich in wenigen Worten zusammenfassen lässt. Wie viele sind dafür notwendig - tausend, hundert, zehn?
Ich rufe Sie zu einem Experiment auf: Ist es möglich, den Rahmen einer Geschichte in nur sechs Worten zu spannen? Dazu ein Beispiel aus der Science Fiction: "Unbedingt gründlich Händewaschen vor dem Terraformen." Überlegen Sie selbst, wie viel in diesem einen Satz schon angelegt und ausgesagt ist. Noch ein Beispiel: "Eine Explosion zerriss Rückerts politische Glaubwürdigkeit." Beginnt das Kopfkino zu laufen?
Ich bin gespannt auf Ihre Sechs-Wort-Geschichten. Notieren Sie Ihre Ideen einfach unten als Kommentar.

Kommentare: