Mittwoch, 20. August 2014

Thriller zwischen Fiktion und Wirklichkeit

Viele Leser des Jahrhundertspiel haben mich gefragt, was an der Geschichte des Thrillers Fiktion und was recherchiert sei. Das lässt sich klar beantworten: Die Handlung ist frei erfunden, der Rahmen recherchiert. So stimmt es zum Beispiel, dass der Legende nach die Kuppel der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen vom Schatz des Seeräubers Klaus Störtebekers erbaut wurde. Auch den Gang zwischen Handelskammer und Rathaus gibt es tatsächlich. Überreste eines Klosters wurden vor ein paar Jahren bei Bauarbeiten in der Handelskammer Hamburg wirklich gefunden.
Ob es in der Hansestadt Familien gibt oder gab, die das Geschick der Stadt im Hintergrund lenken, kann zumindest nicht ausgeschlossen werden. Gesicherte Erkenntnisse darüber sind mir aber nicht bekannt und insoweit ist die Handlung eine vielleicht auf gewissen Wahrscheinlichkeiten beruhende Fiktion. Doch genau das macht den Roman zusätzlich spannend: Es könnte genauso sein. Alles geschieht an Orten und Plätzen in einer Stadt, die greifbar sind. Einige Leser haben die Schauplätze des Romans sogar schon aufgesucht. Die faszinierende Stadtgeschichte Hamburgs verbindet sich im Jahrhundertspiel mit einer Handlung, wie sie so nur in der Metropole des Nordens spielen kann. Es ist ein Thriller zwischen Fiktion und Wirklichkeit.
Das Besondere: Alles Rätsel, die von den Protagonisten gelöst werden müssen, können auch von den Lesern des Buches geknackt werden. Notwendig sind dazu nur Fantasie, Geduld und ein Stadtplan oder Ortskenntnis. Natürlich lässt sich das Jahrhundertspiel aber auch als ein ganz normaler Roman lesen.
Übrigens: Auch das Damenstift St. Johannis in der Heilwigstraße ist authentisch. Ursprünglich in der Innenstadt beheimatet, wurde es in den Stadtteil Harvestehude verlegt. Ihm verdankt Hamburg den Jungfernstieg, denn dort flanierten einst die unverheirateten Töchter aus gutem Haus, die in das Damenstift eingekauft wurden.

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