Mittwoch, 4. Februar 2015

Rituale beim Schreiben

Eine schöne Tasse Tee gehört für mich einfach beim Schreiben dazu. Überhaupt gibt es einige Rituale, die mir die Arbeit erleichtern, wenn nicht gar erst ermöglichen. So mache ich vor dem Schreiben zum Beispiel immer erst eine Tour durch das Internet. Dabei schaue ich auf meinem Blog vorbei, besuche meine Bücher bei Amazon, beantworte Mails und mache mir die eine oder andere Notiz zu meinen Recherchen. Erst dann öffne ich mein Schreibprogramm und lese mir die Abschnitte von Vortag durch, um gedanklich in die Szenerie einzusteigen.
Auch beim Schreiben selbst habe ich wiederkehrende Gewohnheiten. Wenn ich nicht weiterkomme, lasse ich mir anzeigen, wieviele Zeichen ich schon geschrieben habe. Sobald es draußen anfängt zu dämmern, zünde ich eine Kerze an. Gedankenverloren betrachte ich immer wieder den kleinen Baum, der auf meiner Fensterbank steht. Bleistifte müssen immer angespitzt und exakt nach ihrer jeweiligen Größe geordnet auf meinem Schreibtisch leigen. Das ist übrigens besonders erstaunlich, da ich ansonsten ziemlich chaotisch bin und nicht sonderlich ordentlich. Zwischendurch mache ich dann irgendwann wieder eine weitere Tour durch das Internet.
Diese Rituale dienen der Konzentration und dem Einfühlen in die Welt meiner Romane. Es ist jedesmal wieder eine Art Reise hin zum Schreiben - und wie bei jeder Reise, gibt es gewisse Vorbereitungen und Verhaltensweisen. Wenn ich angekommen bin, vergesse ich oft die Zeit und alles andere um mich herum. Dann ist das Schreiben meine Welt.

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