Freitag, 3. Juli 2015

Von neobooks zu Amazon - Vermarktung optimieren

Neuerscheinung Nr. 1 bei Amazon
Als ich meine ersten Bücher als Selfpublisher veröffentlicht habe, bin ich selbstverständlich davon ausgegangen, dass ich mit deutschen Anbietern zusammenarbeite. So entschied ich mich für epubli. Allerdings habe ich schnell festgestellt, dass meine Möglichkeiten für die Vermarktung meiner Bücher dort begrenzt waren. So konnte ich zum Beispiel keine Preisaktionen durchführen.
Also wechselte ich zu neobooks. Von dort wurden meine Bücher ebenfalls auf alle Plattformen hochgeladen und ich konnte zeitlich befristete Preisaktionen durchführen. Doch musste ich auch hier nach einer gewissen Zeit feststellen: Trotz zahlreicher Marketingaktivitäten war der Erfolg meiner Bücher nicht optimal. Besonders zwei Einschränkungen waren für mich ärgerlich: Zum einen wurden die von mir vergebenen Tags zu den Büchern nicht am Amazon übermittelt, beziehungsweise dort nicht weiterverarbeitet, so dass meine Bücher schwer zu finden waren. Außerdem konnte ich sie durch Beschränkungen bei neobooks nicht kurzzeitig kostenfrei anbieten.

Volle Kontrolle über Inhalte, Angebot und Vermarktung

Letztlich lag es auf der Hand, die direkte Zusammenarbeit mit Amazon zu testen. Zunächst mit einem, dann mit zwei Büchern bin ich dorthin umgezogen. Nach kurzer Zeit habe ich schließlich alle meine Bücher dort veröffentlicht. Und es war die richtige Entscheidung für mich. Hier verkaufen sich meine Bücher sehr viel besser. Mein Jahrhundertspiel war dort einige Tage sogar die Neuerscheinung Nr. 1.
Seit ich die volle Kontrolle über die Tags zu meinen Büchern habe, werden sie auch in den Kategorien gefunden, in die sie gehören. In Sachen Transparenz und Auswertung bin ich bei Amazon hochzufrieden. Auch die neue Abrechnung nach gelesenen Seiten für geliehene Bücher gefällt mir. So bekomme ich ein direktes Feedback von meinen Lesern.

Der Verkaufserfolg hängt an der richtigen Plattform

Natürlich bin ich mir bewusst, dass Amazon eine sehr starke Marktstellung hat und diese Macht auch anderen Anbietern gegenüber ausspielt. Es gibt gute Argumente, einen quasi Monopolisten wie Amazon nicht zu unterstützen. Doch was nützt es mir bei neobooks zu bleiben, wenn meine Bücher dann deutlich weniger gelesen werden? Dann thematisiere ich doch besser einen Konzern wie Amazon und veröffentliche die Geschichte auch gleich dort.
Im Gegensatz zu Amazon sind epubli und neobooks nur Zwischenhändler, sozusagen Verlage im digitalen Zeitalter. Sie haben die Gestaltung der Vermarktung nicht selbst in der Hand und deshalb leiden auch die Selbstpublicher dort unter unnötigen Beschränkungen. Ich habe gelernt, dass der Verkaufserfolg nicht nur an meinen Büchern hängt, sondern auch an der richtigen Plattform, die mich bei der Vermarktung optimal unterstützt - und das ist zur Zeit nun einmal Amazon.