Mittwoch, 7. Oktober 2015

Drei Tipps für Buchbewertungen

Gestern war ein guter Tag. Ich habe mehrere Bewertungen für meine Bücher bekommen. Das ist wichtig für mich - als Feedback und als Motivation. Dabei gibt es einige Kriterien, die ich aus Autorensicht jedem ans Herz lege, der Bücher bewertet.
Sachlich schreiben
Ganz wichtig. Weder mit Verrissen, noch mit Lobhudelei kann ich wirklich etwas anfangen. Sachliche Bewertungen bringen mich weiter, indem sie ausgewogen auf Stärken und Schwächen meiner Bücher hinweisen. So kann ich meinen Stil weiterentwickeln und mich ständig verbessern. Bei Bewertungen geht es nicht darum, es einem Autor mal so richtig zu zeigen, sondern ihm die Chance der Lesersicht zu geben.
Ernsthaft bewerten
Positive Bewertungen aus Gefälligkeit nützen nichts. Ich bin an einer ehrlichen Meinung interessiert. Die ist eine viel glaubwürdigere Werbung für ein Buch. Dazu gehört, Kritik und Lob zu belegen. Weshalb hat etwas gefallen oder auch nicht? Gibt es dazu Textbeispiele? An welcher Stelle ist der Leser ausgestiegen oder was war besonders spannend? Wer eine Bewertung schreibt, sollte dabei seine Verantwortung gegenüber dem Autor und anderen Lesern wahrnehmen.
Nicht von Autoren beeinflussen lassen
Ich bekommen immer wieder mit, das Autoren sich über ihrer Meinung nach schlechte Bewertungen aufregen. Zu Unrecht, solange Leser bei ihrer Kritik auf die beiden ersten Punkte achten. Eine sachliche und ernsthafte Bewertung bringt mich voran, auch wenn ich vielleicht nur einen Stern, statt der erwünschten fünf Sterne bekommen. Deshalb sollte sich kein Leser bei seiner ehrlichen Bewertung von Autoren beeinflussen lassen.
Wer diese drei Punkte beachtet, schreibt Bewertungen, die Autoren und Lesern etwas bringen. Niemand sollte sich vor guten oder schlechten Bewertungen scheuen, solange sie seine ehrliche Meinung sind und nicht aus anderen Beweggründen zustande kommen. Wichtig sind auch dabei der grundsätzlich offene Umgang miteinander und der eigene Stil.
Ich komme übrigens auch gerne mit Lesern über meine Bücher ins Gespräch. Zum Beispiel per Mail.