Donnerstag, 8. Oktober 2015

Schreiben in unruhigen Zeiten

Manchmal muss ich neue Entscheidungen treffen. Es geht einfach nicht voran mit dem nächsten Buch. Seit drei Wochen schreibe ich im Schneckentempo und sehe noch immer nicht klar, wohin sich die Geschichte entwickeln soll. Also beginne ich jetzt mit einem Thriller. Einige Autoren meinen sowieso, ein Schriftsteller sollte immer mehrere Manuskripte geleichzeitig bearbeiten. Falls er dann irgendwo stecken bleibt, macht er einfach mit einer der anderen Geschichten weiter. So habe ich es bisher schon gehandhabt. Der erste Teil meines aktuellen Romans Machtfaktor lag zum Beispiel mehr als ein Jahr auf Eis, bevor ich die richtigen Ideen hatte, wie ich den Thriller spannend fortsetzen konnte.
Im Moment scheint nicht die Zeit für ein ruhigeres Buch zu sein, das ich eigentlich schreiben wollte. Es ist nicht ruhig in mir und um mich herum. Im Gegenteil: Es brodelt überall. Da Schreiben aber nichts anderes ist, als eine Reaktion auf äußere und innere Befindlichkeiten, wird der nächste Roman wieder ein Thriller voller Spannung und Emotionen.
Der wichtige erste Satz ist bereits zu Papier gebracht und ich stecke mitten in der Recherche. Es wird nicht ganz einfach werden, den richtigen Stil und eine angemessene Sprache zu finden. Wahrscheinlich werde ich vor allem zu Beginn vieles mehrmals neu schreiben müssen. Aber die Herausforderungen führen letztlich zu einem interessanten Buch. Sie sind schon beim Schreiben eine Quelle der Inspiration.

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