Freitag, 20. November 2015

Baustein zum Netzwerken (durch bedruckte Papiere)

Eine effektive Werbemethode, die heutzutage oft vernachlässigt wird, ist die gute alte Visitenkarte. Sicher, sie funktioniert offline und pro Karte lässt sich meist nur eine einzige Person erreichen. Dafür ist ihre Wirkung oft ungleich größer als bei einer vergleichbaren Kontaktaufnahme im Internet. Warum? Weil eine Visitenkarte persönlich überreicht wird. Das allerdings will gekonnt sein.
Zunächst gehört dazu die richtige Visitenkarte. Die beste Erfahrung habe ich mit einem Layout gemacht, das nur die notwendigsten Informationen enthält, zusätzlich aber ein kleines Porträtfoto von mir aufgedruckt hat. So ist die Karte nicht nur übersichtlich, sondern auch einzigartig und bringt mich bei jedem Blick nachdrücklich in Erinnerung.

Durch persönlichen Austausch schaffen Visitenkarten Nähe

Das Wichtigste ist aber unzweifelhaft der Moment des Überreichens einer Visitenkarten. Das muss nicht so formell geschehen wie in Japan, wo eine Karte mit beiden Händen und einer Verbeugung übergeben wird. Doch darf sie auch keinesfalls einfach nebenbei und vielleicht sogar ein wenig schüchtern weitergegeben werden. Es sollte Zeit sein, etwas zu der Karte zu sagen. Ich nutze zum Beispiel den Moment, um auf eines meiner Bücher hinzuweisen. Manchmal komme ich auch darüber ins Gespräch, wie das Schriftstellerleben heute so ist. Oder der eine oder andere erzählt mir, dass er selbst schon ein Buch geschrieben hat.
Dieser persönliche Austausch bleibt in Erinnerung und macht das Überreichen einer Visitenkarte letztlich so effektiv. Die kleinen bedruckten Papiere schaffen Nähe im realen Leben, machen neugierig auf weiteren Kontakt und bieten noch nach Jahren Erinnerung an das persönliche Treffen. Darüber hinaus gewinne ich dadurch nicht selten interessierte Leser, die meine Bücher kaufen, meinen Newsletter abonnieren und den Austausch im Web suchen. Deshalb sind Visitenkarten für mich ein besonders wichtiger Baustein zum Netzwerken.