Donnerstag, 28. Juli 2016

Farben, Formen und Worte

Literatur und Malerei sind zwei unterschiedliche Ausdrucksformen, die sich bestens ergänzen - jedenfalls für mich. Ich erzähle Menschen und ich male Menschen. Dabei entstehen aus Worten und Bildern gleichermaßen Geschichten. Das war schon immer so - bei mir, aber auch in der Historie der Menschheit.
Die Kunstgeschichte zeigt, dass die Entwicklung von Zivilisationen schon früh eng mit der Entwicklung von Malerei, Architektur, Bildhauerei und später auch Literatur zusammenhing. Denn Kunst bietet eine Auseinandersetzung mit dem Leben über den reinen Verstand, die Logik hinaus. Sie zeigt und hinterfragt das Gefühl, das die Mathematik als universelle Sprache der Wissenschaft nicht ausdrücken kann.
So ist zwar das Wachstum eines Baumes biologisch erklärbar, die Faszination aber, die er auf viele Menschen ausübt, lässt sich nicht in eine Formel packen. Deshalb habe ich auch einen Baum als Symbol für meine Malerei gewählt. Jeder Betrachter sieht darin etwas anderes und doch gibt es kaum einen Menschen, der nicht von Bäumen angezogen wird.
Literatur und Malerei sind zwei Ebenen, auf denen ich Geschichten erzähle. Sie sind durchlässig und es gibt Verbindungslinien. Was sich in der einen Sprache nicht ausdrücken lässt, findet den richtigen Ausdruck in der anderen. Sie finden meine Bilder auf einer eigenen Webseite. Farben, Formen und Worte ergänzen sich wunderbar - und Fantasie ist eine wichtige Zutat für Bilder und Bücher. Meine Bilder sind genau wie meine Bücher eine Reise zu Momenten und Gefühlen, zu Farbe und Technik - und immer wieder zu Menschen, die mir begegnen.

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