Freitag, 19. August 2016

Guten Appetit

Wenn ich beim Schreiben steckenbleibe, gehe ich manchmal in die Küche und koche ein aufwendiges Essen. Das weckt nicht nur meine Kreativität - ich kann dabei wunderbar über meine Geschichten nachdenken. Ähnlich wie beim Spazierengehen übrigens, doch das Kochen hat den unzweifelhaften Vorteil, dass es mit dem letzten "Blubb" im Topf noch nicht vorbei ist. Nach der Kreativität kommt - wie beim Schreiben - der Genuss. Außerdem kann ich ein paar Freunde zum Essen einladen und bei guten Gesprächen meine Ideen weiterspinnen.

Kochen verrät viel über einen Menschen

Ich behaupte nicht, dass jeder Künstler ein guter Koch ist - da gibt es viele Gegenbeispiele, befürchte ich. Doch auf jeden Fall ist das Kochen ein Spiegel der Persönlichkeit. Halte ich mich strikt an ein Kochbuch oder bin ich experimentierfreudig? Schneidet jemand alle Zutaten in exakt gleich große Stücke oder bleiben Oliven und Knoblauchzehen ganz, Hauptsache es schmeckt? Gibt es immer die gleichen fünf Rezepte oder bin ich stets auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen und Zutaten? Das Kochen verrät verdammt viel über den Charakter eines Menschen. Natürlich auch, wenn jemand überhaupt nicht kochen kann.

Als Belohnung gibt es ein wunderbares Essen

Eines der besten Dinge beim Kochen ist übrigens die Zeit, die es mir fürs Schreiben bringt. Denn wenn erst einmal alles im Topf ist und nur noch ein Stündchen köcheln muss, setze ich mich wieder an mein Buch und bringe meist in kürzester Zeit einiges zu Papier. Denn das Kochen hat mich inspiriert - und ich freue mich als Belohnung auf ein wunderbares Essen. Es muss nur noch gar werden - aber gleich ist es soweit und deshalb beende ich jetzt den heutigen Post. 
Guten Appetit allerseits!

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