Mittwoch, 10. August 2016

Werkstattbericht

Vor kurzem hatte ich mir mit diesem Blog eine Auszeit gegönnt. Warum - und was heißt eigentlich Auszeit? Ich habe hier nichts mehr veröffentlicht, weil es keinen Grund dafür gab. Die ursprüngliche Idee des Blogs war es, mit den Lesern meiner Bücher ins Gespräch zu kommen und ihnen zusätzlichen Einblick in meine Arbei und mein Denken zu geben. Natürlich wollte ich damit auch meine Bücher bewerben.
Letztlich haben beide Ansätze nicht funktioniert. Für einen fruchtbaren Austausch gab es eine zu geringen inhaltliche Auseinandersetzung und meine Bücher verkaufen sich auch ohne einen aktiven Blog, wie ich in dem halben Jahr meiner Auszeit bemerken konnte. Ich habe mich also gefragt: Welchen Sinn hat dieser Blog, der jeden Tag mindestens eine Stunde Arbeit erfordert?
Ich habe die Auszeit genutzt, um einen neuen Roman zu schreiben, den ich noch in diesem Jahr veröffentlichen werde. Es sind viele Kurzgeschichten entstanden. Außerdem habe ich einige Bilder gemalt und festgestellt, dass sich für mich Literatur und Malerei sinnvoll ergänzen. Es war eine gut, eine sehr produktive Zeit.

Ausformulierte Sätze sind verbindlicher als lose Gedanken

Weshalb dann jetzt plötzlich eine Fortführung des Blogs? Auch darüber habe ich im vergangenen halben Jahr nachgedacht. Die Antwort ist verblüffend: Aus egoistischen Gründen. Das Schreiben der Posts zwingt mich, über manches aus Kunst und Philosophie nachzudenken und zu „Papier“ zu bringen. Ausformulierte Sätze sind dabei verbindlicher als lose Gedanken. Der Blog ist für mich also eine geistige Werkstatt, ein Labor, in dem ich experimentiere, vieles versuche, einiges davon verwerfe und manches in meine Bücher übernehme.
Sie als Leser dieses Blogs kommen dabei nur dann ins Spiel. wenn Sie es möchten. Lesen Sie meine Werkstattberichte, wenn Sie die Artikel interessieren. Schreiben Sie Kommentare oder treten Sie anders mit mir in Kontakt. Sie dürfen sich auch gerne als Gastautor beteiligen. Ich erwarte es aber nicht und ich strebe nicht mehr ein Publikum an. Diesen Blog entwickle ich einzig und allein für mich selbst. Wenn ich damit Ihr Interesse wecke, freut es mich und ich tausche mich nach wie vor gerne mit meinen Lesern aus. Es ist aber nicht mehr das wichtigste Ziel dieses Blogs.

Ein geschlängelter Weg ist interessanter

Selbstverständlich werde ich auch weiter mit der Form des Blogs experimentieren. Es gibt neue Werbung und vielleicht wird auch gelegentlich ein sogenannter „Sponsored Post“ dazukommen. Ich möchte die Möglichkeiten der modernen Kommunikation ausloten. Die neue Zielrichtung des Blogs gibt mir die Freiheit dazu, ohne auf Klickzahlen und Kommentare Rücksicht nehmen zu müssen.
Sollte Ihnen mein neuer Ansatz zusagen, beteiligen Sie sich gerne und zeigen Sie Ihre Unterstützung, indem Sie meine Posts teilen und gelegentlich auf eines der Werbebanner klicken. Spannend ist es - zumindest für mich - allemal, wie sich der Blog inhaltlich entwickelt. Wenn ich die alten Posts durchblättere, bemerkte ich, dass der Weg nicht gerade, sondern sehr geschlängelt ist - und das macht ihn natürlich weitaus interessanter.
Es geht also weiter, rasant und mit neuem Schwung - bis zur nächsten Auszeit, wer weiß ;-))
Zu meinen Büchern und Bilder geht es übrigens hier entlang:
David Jonathan
tosmalerei

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen