Freitag, 2. September 2016

Die Quelle der Inspiration

Woher kommen die Ideen für kreative Arbeiten? Aus dem Künstler selbst heraus, von seiner Umgebung, aus Büchern oder Gesprächen? So recht weiß wohl niemand, wie Kreativität entsteht. Aber eines scheint mir sicher: Künstler sind Filter unserer Gesellschaft. Durch sie strömen Freude und Leid, Großzügigkeit, Missgunst und Neid, Liebe und Gleichgültigkeit, Aggression und Frieden. Sie haben einen besonderen Draht für all die Emotionen, Gefühle, Handlungen, Taten und wandeln sie in Ausdruck um. Denn ihre Werke sind genau das: Der Ausdruck all unserer Befindlichkeiten, erzählt in interessanten Geschichten, gemalt in leuchtenden Bildern, inszeniert in spannenden Filmen oder einer aufregenden Choreographie.

Der Weg zum ernsthaften Ausdruck

Die Quelle der Inspiration ist dabei der Künstler selbst. Nur er kann aus dem, was er hört und sieht ein Werk erschaffen. Ein Nicht-Künstler mit denselben Erlebnissen bringt dagegen nichts zustande. Es ist also die Art und Weise des Beobachtens, des Fühlens und Denkens, die einen Künstler auszeichnet. Doch wie inspiriert er sich selbst zu einem Werk?
Die einfachste Aussage ist: Er ist eben ein Künstler und kann nicht anders, er muss sich ausdrücken. Leicht gesagt, doch schwer getan. Ansonsten gäbe es keine Schreibblockaden und lange künstlerische Pausen. Zwar ist es richtig, dass etwas im Inneren eines Künstlers ihn zum ernsthaften Ausdruck drängt, doch viele Künstler sträuben sich geradezu dagegen, sich mit ihrem Denken und Fühlen auseinanderzusetzen, weil sie wissen, dass es ein sehr schwerer Weg ist. Und doch können sie sich auf Dauer nicht selbst verleugnen.

Neugierig und offen durch Leben gehen

Die Inspiration ist letztlich ein Auslöser, für künstlerisches Schaffen. Sie kann das Bild eines einsamen Hinterhofes sein, das der Künstler gleich als Gemälde oder eine Szene in einem Buch sieht. Vielleicht erscheint sie in Form einer Feder, die langsam zu Boden schwebt. Möglicherweise ist es auch ein Wort oder ein Satz, die den Künstler in ihren Bann ziehen.
Doch was es auch immer ist: Ein äußeres Ereignis trifft auf einen inneren Gemütszustand, ein spezifisches Denken - und wie aus zwei Flüssigkeiten ein Brand entstehen kann, entfachen diese Zutaten im Geist eines Künstlers das Feuer für ein Werk.
Inspiration scheint also nichts anderes zu sein, als ein besonderer Blick auf die Welt, der durch ein bestimmtes Ereignis auf die Idee für ein Werk gelenkt wird. Mit anderen Worten: Ein Künstler ist jemand, der neugierig offen durch sein Leben geht, sich von kleinen Begebenheiten begeistern lässt und imstande ist, seine Eindrücke in Sprache, Bilder, Bewegung oder Musik umzusetzen.
Ganz einfach? Dann legen Sie los!

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